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Weniger ist mehr.  
Oy?!
Beschreibung: "You're not the king of the world you maggot, the only thing you are is in a closed-off area! Now get out'a here before I'ma have you locked up you punk!"

Diese Szene habe ich ja in Camerons Titanic vermisst, aber ungefähr so hätte sie sich wohl in echt abgespielt. Was den Film als solchen angeht... da hege ich persönlich wie auch die Titaniker-Szener als ganzes eine ausgeprägte Hassliebe zu:

Ja, es stimmt, zunächst mal hat er dafür gesorgt dass eine neue Generation an Enthusiasten heranwächst, die das Andenken für viele weitere Jahrzehnte lebendig halten wird. Ein Film von solch epischen Ausmaßen, mit dem größten Budget, den größten Einspielungen an der Kinokasse, und den meisten Oscars die bis dato je ein Streifen abgeräumt hat, macht sowas ganz einfach. Und das ist ein Verdienst, den ihm nichts und niemand mehr nehmen kann.

Und ja, es stimmt auch, die Forschungen und Expeditionen während der Produktion haben den Wissensfundus auf dem Gebiet für immer erweitert. In der Tat ist James Cameron heute einer der führenden Experten wenn es um die Titanic geht, kein Mensch sonst ist so oft und ausgebig zu ihrem Wrack hinabgetaucht. Und überhaupt wurden nie zuvor oder danach soviele Tauchfahrten dorthin unternommen. Die Mitarbeit anderer hochdekorierter Titanic-Historiker als Konsultanten soll natürlich nicht unterschlagen werden, und eine ganze Menge davon ist auch an der Entwicklung von Honor & Glory beteiligt.

Was viele auch nicht wissen: Weniger ist er zum Wrack getaucht um seinen Film drehen zu können, viel mehr sah er seinen Beruf als Regisseur als Möglichkeit, diese Expeditionen zu refinanzieren. So und nicht andersherum waren seine Motivationen.

Und es stimmt am Ende auch, dass der Film - nach damaligen Wissensstand und Quellenlage - das kurze Leben und Untergang der Titanic in ganz vielen Punkten sehr akkurat wiedergibt. Aber nicht in allen. Und damit ist definitiv nicht gemeint, dass er eine Reihe fiktiver Charaktere auf dem Schiff platzierte - zumal fast alle Ereignisse und Erlebnisse die der Film seinen Protagonisten zuschreibt sind in der Tat irgendjemandem so oder ganz ähnlich widerfahren sind.
Viel mehr stört mich - und viele andere auch - dass der Film eine ganze Reihe von Mythen, die wohlgemerkt auch 1997 schon als Mythen überführt waren als Tatsachen verkauft. Die Verbösewichtung (um kurzerhand ein deutsches Wort für Villainization zu erfinden) von Bruce Ismay. Den Kapitän als rücksichtslosen Raser zu portraitieren. Und, mit der dickste Hund im Porzellanladen: Das WSL-Personal Passagiere erschießen zu lassen. Offiziell war das so, weil man für einen guten Film eben auch ein mindestens einen Bösewicht haben musste, aber das hätten sie mMn auch auf den Familienkreis der Protagonistin beschränken können, da waren ja nun böse Wichte genug vertreten. Und das ausgerechnet Ismay das ausbaden musste... das Bild stammt aus einem anderen Film mit dem Titel "Titanic", aus dem Jahr 1943. Der Name des Auftraggebers für den Dreh damals: Joseph Goebbels. Hier ist auch erstmals die Legende aufgetaucht, das Schiff sei unangemessen schnell unterwegs gewesen um einen neuen Rekord für die Atlantikquerung aufzustellen.

Über so Kleinigkeiten wie dass Margaret "Molly" Brown tatsächlich Maggie genannt wurde und dass SO zumindest damals kein Auto verschifft wurde, kann man ja noch hinwegsehen.
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Datum: 04.02.2019 22:14
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Hinzugefügt von: Darth Sauron
Kommentare
Darth Sauron
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Registriert seit: 15.03.2012
Kommentare: 7790
BdM!
Stichwahl: Wen der Wal sticht ist noch nicht ermittelt. Guggsu hier!
05.02.2019 16:08 OfflineDarth SauronTheArkerportian at yahoo.comhttp://www.mm-trains.de
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