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2111 Subbelrather Str./Gürtel 14.05.2012
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CPC Citadis
Beschreibung: Es mag zwar noch weniger als jedes andere Land ein Land wie jedes andere sein, aber ein paar Tatsachen gelten im heiligen Land genau wie in jedem anderen Land auch – und eine davon ist ohne, dass die Leute amüsanteres und besseres zu tun haben als im Stau zu stehen und Auspuffgase zu inhalieren. Die Liste der Mittel um beides zu vermeiden ist dabei ähnlich übersichtlich wie im Rest der Welt auch. In Jerusalem fiel die Wahl auf die Einrichtung eines Stadtbahnsystems, dessen bislang einzige Linie die Hauptstadt von Nordosten nach Südwesten durchquert. Eröffnet wurde sie 2010 nach acht Jahren Bauzeit.
Einen weiteren Effekt, den man sich durch die Bahn erhoffte, war die Wiederbelebung einer Reihe von heruntergekommenen Stadtvierteln im Zentrum der Stadt,
Die Linie 1 folgt dabei, topografisch bedingt alles andere als geradlinig, den Hauptausfallstraßen durch die nördlichen Vororte (Neubauviertel zumeist) folgend zunächst grob Richtung Süden, streift den Rand der Altstadt, und knickt dann scharf nach Westen ab um über die Jaffa Street - eine über zwei Kilometer lange Fußgängerzone quer durch das moderne Zentrum - die "Central Station" zu erreichen. Der namensgebende Hauptbahnhof 80 Meter unter der Haltestelle, und damit verbunden eine Schnellstrecke nach Tel Aviv, befindet sich allerdings noch im Bau und soll 2018 in Betrieb gehen. Vorerst ist die Central Station damit zwar durchaus der zentrale Umsteigepunkt der Stadt, aber nichtsdestotrotz lediglich ein großer Busbahnhof. Einen richtigen Bahnhof sucht man derweil in der ganzen Stadt vergeblich – lediglich den Süden tangiert eine ebenfalls aus dem Großraum Tel Aviv kommende Stichstrecke.

Unmittelbar westlich des Hauptbusbahnhofs folgt das unangefochtene Highlight der Strecke: Über eine Anhäufung großer Schnellstraßenkreuzungen sah die Planung der Bahnlinie eine Brücke vor. Als Architekt hierfür konnte der Meister des futuristischen Leichtbaus Santiago Calatrava gewonnen werden, der für die Stadtbahn (und für Fußgänger) ein echtes Kunstwerk von Schrägseilbrücke und für Jerusalem ein neues Wahrzeichen in seinem typischen Stil aus schneeweißem Beton, poliertem Aluminium und Glas erschuf. Der Straßenverlauf der Brücke folgt in etwa der Linie eines Fragezeichens, wobei sie mit nur einem Pylon auskommt.

Von hier aus geht es noch ein Stück weiter Richtung Süden. Momentan liegt die Endstation der Linie 1 am Fuß des Herzlbergs, des israelischen Nationalfriedhofs. Eine Verlängerung wird gerade gebaut, die Planungen für zwei weitere Linien sind ebenfalls im Gange, Kreuzungspunkt mit der Linie 1 wird der Hbf sein.

Als Lieferant für das Wagenmaterial suchte CityPass sich die französische Alstom aus, die ab 2007 46 fünfteilige Einheiten des Typs Citadis 302 lieferte. Von anderen Citadis unterscheiden sie sich nicht zuletzt durch Allachsantrieb, ebenfalls ein Resultat des hügeligen Geländes in ihrem Einsatzgebiet. Nicht direkt in Frankreich findet die tägliche Wartung der Wagen statt, aber immerhin im Depot im Vorort French Hill im Nordosten – in dem allerdings vornehmlich Russen und Südamerikaner wohnen.

Land: Israel
Betrieb: CityPass Consortium
Hersteller: Alstom
Typ: Citadis 302
Angeschafft: 2007-?
Nummern: 001-046
Bildtyp/-art:
Schlüsselwörter:  
Datum: 16.05.2018 22:13
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Hinzugefügt von: Darth Sauron
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